Besprechungen: Heinrich Wipper Die Kalebasse: jabobusbruderschaft.de literaturmarkt.info
Der literarische Markt in Buchbesprechungen Literaturzeitschrift für
Deutschland – vormals Ixlibris.de Ein Ratgeber, den man auch fernab des Jakobsweg lesen wird; und zwar immer und
immer wieder.
Für viele ist der Weg das Ziel, für Thomas Holtbernd hingegen ist dieser sein
Coach. Über einen Zeitraum von 17 Jahren ist er den Jakobsweg gepilgert; von
Bottrop bis erst nach Santiago de Compostela in Spanien und schließlich zum Kap
Finisterre, bekannt als das „Ende der Erde“. Er legte in Etappen eine Strecke
von über 2000 Kilometern hinter sich, mit dem Auto innerhalb eines Tages zu
schaffen, zu Fuß aber eine echte Meisterleistung, vor der man definitiv den Hut
ziehen muss. Ähnlich eindrucksvoll ist aber auch Holtbernds Können, seine
Erfahrungen dieser „Reise“ in einem Buch zu verarbeiten und interessierte Leser
somit daran teilhaben zu lassen. „Der Weg ist Dein Coach“ ist eine spannende
Lektüre, die Unterhaltung und Wissen einzigartig in sich vereint. Paulo
Coelho, Hape Kerkeling, Shirley MacLaine und andere haben so ihre Erfahrungen
mit dem Jakobsweg gemacht und später darüber geschrieben. Aber keiner von ihnen
so wie Thomas Holtbernd. Umso dringender ist die Empfehlung, das vorliegende
Buch zu lesen; am besten mehr als einmal. Es könnte für einen ein wichtiger
Begleiter insbesondere durch die Tiefen des Lebens sein. Hier findet man
zahlreiche wertvolle Ratschläge, aber auch ebenso unterhaltsame Geschichten. Es
braucht also keinen Roman von 400 Buchseiten und mehr, um sich eine Auszeit vom
Alltagsstress zu nehmen. Holtbernds Veröffentlichung ist dafür noch um einiges
besser geeignet. Mit dem unschlagbaren Vorteil, dass man zugleich seinen
Horizont erweitert, endlich einmal Wagnisse einzugehen. „Schnell merkt er, dass
der Weg etwas mit ihm macht, ihm neue Erfahrungen eröffnet, ihn Wagnisse
eingehen lässt, ihm Mut macht. Schritt für Schritt erlebt er Schmerzen und
Verzweiflung, aber ebenso Freude, Erleichterung und heilsame Begegnungen. Er
geht einfach weiter, alternativlos, eine Umkehr ist ausgeschlossen. Seine
Erfahrungen auf dem Jakobsweg hat Thomas Holtbernd in ´Der Weg ist Dein Coach´
zusammengefasst, in dem der Weg mit all seinen Hürden und vielfältigen
Möglichkeiten als Sparringspartner auftritt. Und weil der Weg wie das Leben
ist, kann man gehend etwas für seinen Beruf und seinen Alltag lernen. Es
handelt sich dabei oft genug um Lektionen, die man nebenbei lernt, Erfahrungen,
vor denen man nicht weglaufen kann.“ So steht es auf der Rückseite von Thomas
Holtbernds Buch. Und alles daran ist wahr, so wahr! „Der Weg ist Dein Coach“
ist nicht Thomas Holtbernds erstes Buch, und hoffentlich auch längst nicht sein
letztes. Dass er schreiben kann, zeigt sich auch in den durchweg positiven
Amazon Bewertungen. Zu dem vorliegenden Buch heißt es zum Beispiel von
Christoph Müller: „Immer wieder gewinnen (die Leser) den Eindruck, sie seien
mit ihm auf dem mal vergnüglichen, mal mühsamen Weg durch die Ebenen und über
die Gebirge in Frankreich und Spanien. (...)Das Buch (...) entfaltet seine
Energie erst, wenn es die Leserinnen und Leser als impulsgebend für den Alltag
interpretieren und nicht als ein Pilgerbuch unter vielen anderen.“ Oder von
„Amazon Kunde“ (Hannelore Stolzmann): „Wer den Weg immer schon gehen wollte,
erlebt ihn hier. Ein wertvolles Buch mit praktischen Tipps. Die Gliederung
macht das Buch philosophisch, psychologisch und religiös leicht verständlich
und sehr eindrucksvoll. Ein wertvolles Buch, ein Lebensbegleiter.“ Dem ist
eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
(Sach-)Literatur, die man nicht nur in den Tiefen seines Lebens gerne zur Hand
nehmen wird - Thomas Holtbernd, seines Zeichens katholischer Theologe und
Psychologe, versteht es den Leser zu begeistern vom ersten bis zum letzten
Satz. Seine Bücher zu lesen, ist ein ganz besonderes Vergnügen. So ergeht es
einem auch bei der Lektüre von „Der Weg ist Dein Coach“. Es ist eine, die nicht
so schnell im Bücherregal verschwindet, sondern immer wieder mit Freude und
Eifer genossen wird. Also, worauf warten Sie noch?
Anja Rosenthal
bei amazon
Es sind in den vergangenen Jahren viele Bücher über
das Pilgern geschrieben worden. Da stellt sich natürlich die Frage,
weshalb mit Thomas Holtbernds Buch „Der Weg ist Dein Coach“ eines mehr
in die Regale der Buchhandlungen kommt. Es sind die persönlichen
Erfahrungen und Erkenntnisse des studierten katholischen Theologen und
Psychologen, die die Lektüre zu einem gewinnbringenden Erlebnis machen.
„Der Weg macht etwas mit mir“, schreibt Holtbernd schon früh. Genau weil
es ihm gelingt, dies mehr als eindrucksvoll zu reportieren, so macht
auch das Buch etwas mit den Leserinnen und Lesern.Holtbernd nimmt die
Leserinnen und Leser mit auf den Weg nach Santiago de Compostela, den er
etappenweise über 17 Jahre aus dem westfälischen Bottrop hinweg
gegangen ist. Immer wieder gewinnen sie den Eindruck, sie seien mit ihm
auf dem mal vergnüglichen, mal mühsamen Weg durch die Ebenen und über
die Gebirge in Frankreich und Spanien. „Erst im Laufe meines Pilgerns
verstand ich, Ziele als unerheblich zu erkennen, mein Motto lautete
später: Es fügt sich“, formuliert Holtbernd (S. 17). Lassen sich die
Leserinnen und Leser diesen Satz auf sich wirken, so finden sie auch den
Brückenschlag vom Wandern, Pilgern und Coaching. Oder auch anders
gesagt: Holtbernd lässt die Verantwortung beim Einzelnen, der sich nicht
darauf verlassen kann, dass ein Coach oder gar eine Therapeutin manche
Lebensentscheidung trifft. „Gehen ist Gehen ist Denken“ und
„Anstrengungen und die Mühsal des inneren Lächelns“ sind Themen, mit
denen sich Holtbernd in seinem Buch beschäftigt. Er schreibt über den
„Duft der Stille“, die „Reichtümer am Wegesrand“ und den „Pilgerblues“.
Dabei ist vieles prägend gewesen: „Allein der Aufenthalt in der Natur
wirkt wie eine Befreiung. Man ist draußen, außerhalb gewohnter Mauern
normierten Verhaltens“ (S. 25).
Für Holtbernd ist es „eines der
Geheimnisse des wohltuenden Gehens, dass man seinen ganz persönlichen
Rhythmus findet und auch finden muss, weil man ansonsten nicht nur aus
dem Takt gerät, sondern auch Atemprobleme bekommt“, schreibt Holtbernd
(S. 69). Was für das Pilgern gilt, dies hat sicher auch Bedeutung für
den Alltag. Holtbernd kommt nicht gelehrig daher, sondern die Leserinnen
und Leser greifen manchen Impuls bei der Lektüre auf, um sie in den
eigenen Kontext zu transformieren.
Auch ein anderer Gedanke ruft
danach, in das tägliche Einerlei übertragen zu werden. Das Pilgern habe
ihn gelehrt, „dass ein Verlaufen oder ein orientierungsloses Herumirren
meinen Weg nicht verhindert hat“ (S. 74). Mit einer Haltung dieser Art
werden Um-und Irrwege im Leben halt nicht als Niederlagen, sondern
vielmehr als verspätete Siege gefeiert.
Einen verspäteten Sieg
hat Holtbernd mit der Lektüre der „Göttlichen Komödie“ von Dante
Alighieri gefeiert. Die Lektüre dieses historischen Buchs schob
Holtbernd lange Jahre vor sich her. Dann gab es den Zeitpunkt, dass er
das Buch in seinen Rucksack packte. Dafür ist er dankbar. „Ein Weg mit
Sinn erschließt sich nicht aus dem Weg als solchem“, konstatiert er. Bei
jeder Etappe habe er eine ausgewählte Lektüre im Rucksack gehabt, „die
mir dem Weg und meiner geistig-seelischen Situation angemessen erschien“
(S. 92). Mit der Commedia habe sein Pilgerweg einen tieferen Sinn
ergeben.
Das Buch „Der Weg ist Dein Coach“ entfaltet seine
Energie erst, wenn es die Leserinnen und Leser als impulsgebend für den
Alltag interpretieren und nicht als ein Pilgerbuch unter vielen anderen.