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Zu einem Philosophen passt ein Glas Wein - oder auch mehr - und das sinnige Betrachten und Räsonieren. So könnte man meinen, enttäuscht ist man jedoch, wenn diesem Ansinnen weiter nachgegangen wird. Philosophen äußern sich nicht zum Wein. Nein! Das stimmt nicht ganz. Roger Scruton hat das Buch "Ich trinke, also bin ich" geschrieben und er wiederum bezieht sich auf Béla Hamvas, der die Metaphysik des Weins beschreibt und den Weingenuss mit dem Ende des Atheismus gleichsetzt.

Dass Philosophen Wein lieben hingegen, kann wohl angenommen werden. Da gibt es in Bamberg einen Philosophieprofessor, Helmut Pape, der einen Weinhandel betreibt und seine Weine nach Philosophen benennt. Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl haben bei ihrem Gang durch die Geschichte der Philosophie im BR in jeder Folge ein Glas Wein getrunken.

Und wir wissen von den Griechen, dass beim Symposion reichlich Wein getrunken wurde und nebenbei auch philosophische Probleme erörtert wurden.

Reichlich Philosophie fließt, wenn Weingüter sich vorstellen. Alle haben eine Philosophie und jeden Philosophen graust es, denn im Grunde seines Herzens nennt er sich nicht Philosoph, allenfalls philosophiert er. Eine Philosophie ist eigentlich eine contradictio in adiecto, doch es klingt so gut, wenn ein Wein angeblich  einer Philosophie entspringt.

Einen ersten Versuch, Wein und Philosophieren zu verbinden, haben wir am 5. September 2014 gestartet. Thema war Begriff und Begrifflichkeit. An einem herrlichen Sommerabend wurde nachgedacht über das, was getrunken wird, wie man es in Begriffe fassen kann und welche Schwierigkeiten sich ergeben, wenn man einen Wein beschreiben will. Es ging um Ludwig Wittgenstein und die Frage, ob sich überhaupt alles in Begriffe bringen lässt.