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05. Juni 2026 Thema: Braucht die Gesellschaft Störenfriede und ein konstruktives Misstrauen?
Literatur:Ralf Konersmann. Außenseiter.Aladin El-Mafaalani. Misstrauensgemeinschaften. Zur Anziehungskraft von Populismus und Verschwörungsideologien. Café DenkMal Philosophisches Café am
01. Mai 2026Thema: Sind die Konservativen oder
Orthodoxen die wirklich Progressiven? Konservativ: traditionsverbunden,
am Alten, Herkömmlichen festhaltend, dann besonders an überkommenen gesellschaftlichen
Zuständen hängend, auch den Fortschritt hemmend. (s. Etymologisches Wörterbuch
des Deutschen) Konservativismus: dem
Traditionalismus verbundene politische Richtung, Festhalten am Althergebrachten.
Auffassung, die auf die Bewahrung des geschichtlichen Zusammenhangs der
historisch gewachsenen Lebensformen, der überlieferten Einrichtungen, der
überlieferten Einrichtungen des nationalen Lebens, der Religion der Sitte und
der Ordnungsprinzipienbedacht ist. (nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der
philosophischen Begriffe) Orthodox: recht-,
strenggläubig, der herkömmlichen Lehre folgend, übertragen starr, unnachgiebig.
(s. Etymologisches Wörterbuch des Deutschen) Progressiv:
sich
allmählich steigernd, sich entwickelnd, fortschrittlich (politisch). (s. Etymologisches
Wörterbuch des Deutschen)
Kurz, Abweichungen von der Norm fallen nur normalen Leuten auf,
Verrückten Menschen fällt Abnormes nicht auf. Deshalb führen normale Menschen
ein viel aufregenderes Leben als die Verrückten, die ständig darüber klagen,
wie öde das Leben ist. (Gilbert K. Chesterton)
Glaubenslehren engen den Geist nicht mit solcher Entschiedenheit
ein, wie das die materialistischen Verleugnungen tun. (Gilbert K. Chesterton)
Katholische Lehre und Disziplin mögen Mauern sein; aber sie sind
Mauern um einen Spielplatz. (Gilbert K. Chesterton)
Einziges Ergebnis der Emanzipation ist, dass der Heilige und der
Häretiker hinter ein und derselben Mauer des Schweigens verschwunden sind. (Gilbert
K. Chesterton)
Wenn die Jugend eines Volkes konservativ ist, hat schon die
Todesglocke geschlagen. (Leo Tolstoi)
Die Menschen sind am konservativsten, wenn sie am wenigsten
tatkräftig sind und am üppigsten. Nach dem Essen ist man konservativ. (Ralph
Waldo Emerson)
Ein konservativer Staatsmann ist einer, der in die bestehenden
Mängel verliebt ist, während der Liberale sie durch neue Mängel ersetzen
möchte. (Ambrose Gwinnett Bierce) Die Menschen aber vergeben lieber Pasquill (spöttischer Kommentar)
als Satire, lieber Verleumdung als Ermahnung, lieber Spotten über Orthodoxe und
Aristokraten als Vernünfteln darüber. (Jean Paul)
Als konservativ wird eine Anlagestrategie an der Börse bezeichnet,
die Kapitalerhalt vor Rendite und Stabilität vor Volatilität stellt… Konservativsein
heißt für mich, die Gegenwart nicht für alternativlos zu halten. (Denis Scheck)
Unter Konservativen findet man nicht wenige, die das Leben zu
genießen vermögen. (Martin Mosebach)
Der Konservatismus hat eine Botschaft, die nicht überholt ist.
(Sahra Wagenknecht)
Teil des konservativen Erfolgsgeheimnisses ist, sich an
verändernde Bedingungen anzupassen. Dafür muss man stets neu definieren, was es
zu verteidigen gilt. (Thomas Biebricher)
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03. April 2026 Thema: Hans im Pech: Opfer /
Schuldiger oder die glückliche Schuld Pech:
zähklebriger Rückstand bei der Destillation von Stein-, Braun- und
Holzkohlenteer, übertragen (18. Jh.) Unglück. Mittelhochdeutsch pech/bech:
durch Einkochen gewonnener Holzteer, übertragen Höllenfeuer. (nach
Etymologisches Wörterbuch des Deutschen) Theodizee: aus
griechisch theos und dike, französisch theodicée, die Rechtfertigung Gottes
gegen den Vorwurf, dass er für das Übel und das Böse in der Welt verantwortlich
sei, da es in seiner Allmacht gestanden haben müsste, es nicht zuzulassen.
(nach Wörterbuch der philosophischen Begriffe) Opfer: jemand,
der durch jemanden oder etwas getötet oder dem großer Schaden zugefügt wurde.
(nach Wörterbuch der deutschen Sprache) Schuldiger:
althochdeutsch sculda, seiner Herkunft nach etwas, was man soll, eine Verpflichtung,
Schuldigsein. Schuld haben heißt im ursprüngliche Sinne: Urheber von
unerwünschten Folgen sein. Im juristischen Verständnis wird das innere
Verhalten mitbedacht. Schuldig ist demnach, wer fahrlässig oder mit Vorsatz
eine Tat begeht. (nach Wörterbuch der philosophischen Begriffe)
Wer das Glück suchen muss, hat Pech. (Karl Heinz Karius)
Mensch, mein Urteil will nicht frech sein, und ich übe gern
Geduld; neunmal Pech mag neunmal Pech sein – aber zehnmal Pech ist: Schuld.
(Alfred Kerr)
Wer Pech knetet, klebt seine eigenen Hände zusammen. (Johann
Wolfgang von Goethe)
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
(Charles-Maurice de Talleyrand)
Es gibt zwei Arten von Missgeschick: das eigene Pech und das Glück
der anderen. (Ambrose Gwinnett Bierce)
Unglück, also Pech zu haben, ist ärgerlich, doch Glück, also Dusel
zu haben, ist irgendwie beschämend. (Jules Renard)
Gott hätte keine Welt geschaffen, wenn sie nicht unter allen
möglichen die beste wäre. (Gottfried Wilhelm Leibniz)
Der Mensch ist entweder Opfer seines Schicksals oder Meister
seiner Bestimmung. (Herbert Spencer)
Die Menschen fürchten Ungerechtigkeit, weil sie Angst haben, ihr
zum Opfer zu fallen, nicht weil sie es verabscheuen, sie zu begehen. (Platon)
Es ist meine Schuld, meine ganz persönliche Schuld, dass die Welt
elend ist. (Fjodor Michailowitsch Dostojewski)
Das strengste Gericht ist das eigene Gewissen. Hier wird kein
Schuldiger freigesprochen. (Juvenal)
Es gibt Schuldlos-Schuldige und Schuldig-Schuldlose. (Nicolai
Wassiljewitsch Gogol)
Der Fatalist macht sich dadurch schuldig, dass er sich an nicht
schuldig fühlt. (Elisabeth Lukas)
Wie kann denn überhaupt jemand schuldig sein? Wir sind Gottes
Geschöpfe. Wenn wir schuldig sind, was ist er dann? (Franz Kafka)
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06. März 2026 Thema: Ist Hans im Glück naiv oder fahrlässig? Naivität:
entlehnt aus dem französischen naif, dieses aus dem lateinischen nativus =
natürlich, ursprünglich, unbefangen, arglos, treuherzig, auch tadelnd
einfältig, angeboren (18. Jahrhundert). Bei Schiller im Gegensatz zu
sentimentalisch bewusst reflektierend. (s. Etymologisches Wörterbuch des
Deutschen) Fahrlässigkeit: aus mittelhochdeutsch varn lan, fahren
lassen, vernachlässigen, als Ausdruck der Rechtssprache gebildet. (Kluge,
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache)
Hans im Glück: Hans aus dem biblischen Namen Johannes.
Zunächst bezeugt in Urkunden des 13. Jahrhunderts. Als einer der beliebtesten
Vornamen erlangt Hans den Charakter eines Appellativums (die großen Hansen für
die einflussreichen Leute oder Basthans, Karsthans für Repräsentanten der
Bauern). Oft treten wie Familiennamen charakterisierende Begriffe hinzu (Hans
Unverstand, Hans Stotterer). Die negative Färbung des Namens zeigt sich dann in
Zusammensetzungen wie Prahlhans, Schmalhans. In der Theatersprache finden sich
Hanswurst und Hans Narr. Sebastian Brant (um 1500) benutzte Hans Mist als
Bezeichnung des Narren. Der Hanswurst galt als dicker, grober und ungebildeter
Spaßmacher oder Dummkopf. (s. Etymologisches Wörterbuch des Deutschen)
Lieber Hans im Glück als Pech mit
Marie. (Klaus Klages)
Nicht im taumelnden Genießen, im
Erinnern lebt das Glück. (Hans Hoffmann)
Günter Buchholz:
„Hans im Glück“ ist das Beispiel einer
misslungenen Sozialisation. Vermutlich hat Hans fleißig und tüchtig ein
spezielles Handwerk gelernt, aber die Gesetze des „Äquivalententauschs“, des
bürgerlichen Handels, sind ihm verschlossen, ihr Geist ist ihm fremd
geblieben.“ (Fetscher 1978, S. 41)
Hans im Glück … kann… als Kritik an
der subjektiven Wertlehre verstanden werden. Es geht um eine implizite Annahme
und eine ebenso implizite Schlussfolgerung. Die allgemeine Methode ist hierbei
die, einen bestimmten unterstellten Gedankengang konsequent soweit zu treiben,
bis die Absurdität der Ergebnisse offenkundig wird, womit er dann widerlegt
ist. Genau dies demonstriert m. E. das Märchen HANS IM GLÜCK im Hinblick auf
die implizite Annahme, der Tausch als Prozess könne auf subjektiven
Wertschätzungen beruhen und aus ihm erklärt werden. Er kann es, so das Resultat
des Märchens, eben nicht, und daraus folgt implizit, dass nur die objektive Wertlehre
den gesellschaftlichen Tauschprozess erklären kann. Jeder Tauschakt erscheint
Hans, ganz im Sinne der subjektiven Auffassung vom Tausch, im Augenblick der
Entscheidung als für ihn wünschenswert und vorteilhaft. Weder fragt er sich,
weshalb in demselben Moment wohl dem jeweiligen Tauschpartner der Tausch
ebenfalls als vorteilhaft erschien, noch kommt ihm die Frage nach einem
möglichen objektiven Wert des Tauschgegenstandes und damit einer
Vergleichbarkeit in den Sinn. Weil er sich gar keine Fragen stellt, beginnt er
auch nicht zu denken. Alles Denken aber beginnt mit einer inneren Distanzierung
von und einem Zweifel an dem, was hier und jetzt als selbstverständlich gegeben
erscheint. Hans weiß nichts davon, dass jeder nachhaltige Tauschprozess seinem
Prinzip nach ein Äquivalententausch sein muss. Ist er es nämlich nicht, dann
geht die Geschichte aus wie in diesem Märchen, in dem eine Kette ungleicher
Tauschakte für Hans mit einem Totalverlust endet. …Gezeigt wird im Märchen, wie der Tausch
zunehmend in bewusste Täuschung übergeht, und tatsächlich ist die Täuschung nach
wie vor ein begleitendes Merkmal aller Tauschakte. Marketing, Werbung und
Verkaufspsychologie schließen diese Komponente unvermeidlich in sich ein. Ein
Bewusstsein hiervon zu entwickeln und zu verbreiten ist gleichbedeutend mit
einer Aufklärung der Verbraucher. In der geschichtlichen Wirklichkeit hat es
übrigens wirklich so etwas wie einen solchen Märchen Hans gegeben, nämlich in
Gestalt jener außereuropäischen Völker, denen von den europäischen
Kolonialisten für Glasperlen große Territorien und ganz Länder abgenommen
wurden. Literatur:
Viktor Zielen, 1987. Hans im Glück.
Lebenslust statt Lebenslast. Zürich: Kreuz.
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06. Februar 2026 Thema: Leichtes Glück und schwerer
Ernst oder schweres Glück und leichter Ernst Glück:
griechisch eudaimonia, lateinisch beatitudo, mittelhochdeutsch gelücke meint
das Gefühl der Harmonie, der Zustand des inneren Einklangs von Wunsch und
Befriedigung, der einzelne günstige Umstand, aber auch das günstige Zusammentreffen
von inneren Tendenzen mit äußeren Umständen und die Freude über solche gute
Fügung. Ein Glücksgefühl hat seine Ursachen weniger in Glücksgütern, vielmehr
in der eigenen Glücksfähigkeit. (nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der philosophischen
Begriffe) Ernst:
aus westgermanisch ernusti Ernst, Festigkeit, Kampf. (s. Kluge, Etymologisches
Wörterbuch der deutschen Sprache) Artes liberales: gemeint sind die freien Künste oder
Wissenschaften. In der Spätantike wurden sie in das Trivium (Grammatik,
Rhetorik, Dialektik) und das Quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Astronomie und
Musik) unterteilt. Trivial: aus
dem Trivium wurde das Triviale abgeleitet, d. h. aus dem Elementaren ableitbar,
später eher abwertend als selbstverständlich und abgedroschen verstanden. (nach
Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)
Wer dem Glück nachjagt, muss leichtes Gepäck haben. (Honoré de
Balzac)
Das Glück ist kein leichtes Ding. Nur sehr schwer finden wir es in
uns und anderswo gar nicht. (Nicolas Chamfort)
Was hilft uns Glück, wenn’s niemand mit uns teilt? Ein einsam‘
Glück ist eine schwere Last. (Christian Dietrich Grabbe)
Wie die Triebbefriedigung Glück ist, so wird es Ursache schweren
Leidens, wenn die Außenwelt uns darben lässt, die Sättigung unserer Bedürfnisse
verweigert. (Sigmund Freud)
Nur wer das Leben ernst, bitter ernst nimmt, hat auch wirklich
Humor. (Immanuel Kant)
Ernst sei in den Spielen unserer Kinder, damit sie den Ernst froh
und leicht wie in den Spielen üben. (Quintilian)
Echtem Scherz liegt Ernst zum Grunde. (Novalis)
Der Scherz ist unerschöpflich, nicht der Ernst. (Jean Paul)
Fast alles Ernste ist schwer, und alles ist ernst. (Rainer Maria
Rilke)
Ich rede ernst, wenn ich das sage; aber es ist ein Jammer mit den
Deutschen, dass sie, weil keinen Spaß auch keinen Ernst verstehen. (Ludwig
Börne)
Wer das Leben ernst nimmt, versteht auch sonst keinen Spaß. (Karl
Heinz Karius)
Um ernst zu sein, genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein
großer Verstand unerlässlich ist. (William Shakespeare)
Und aller großer Ernst – ist er nicht selbst schon Krankheit? Und
eine erste Verhässlichung? (Friedrich Nietzsche)
Es ist nämlich eine triviale und nur zu häufig bestätigte Wahrheit,
dass wir oft törichter sind, als wir glauben: hingegen ist, dass wir oft weiser
sind, als wir selbst vermeinen, eine Entdeckung, welche nur die, so in dem Fall
gewesen, und selbst dann erst spät machen. (Arthur Schopenhauer)
Literatur: Holtbernd, T. (2010). Macht
glauben glücklich? Würzburg: Echter.
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Januar 2026 Thema: Funktion und Wirkung des Opfers Opfern: Das
Wort stammt wohl vom Mittelhochdeutschen und könnte mit Almosen geben verbunden
werden. Die Herkunft vom lateinischen offerre bedeutet darbringen. (s.
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache) René Girard
Die Entwicklung des
religiösen Denkens in den früheren archaischen Gesellschaften unserer Vorfahren
geht mit der Ausbildung von Normen einher, die das Ausbreiten der Gewalt
innerhalb der Gruppe verhindern oder steuern. Für archaische Gesellschaften ist
das Bewusstsein, dass Mimesis und Gewalt dasselbe Phänomen sind, von zentraler
Bedeutung. Gewalt wird verhindert, indem man die mimetische
Verdoppelung/Spiegelung zwischen Individuen derselben Gruppe verbietet. Girard
postuliert die Existenz einer fundierenden Erfahrung, die ein für alle Mal
gezeigt hat, dass die Gewaltspirale durch die Opferung eines Sündenbocks unterbrochen
wird. Hat die mimetische Gewalt in einer Gruppe einen Punkt erreicht, in dem
alle die Gewalt aller nachahmen und das Objekt, das die Rivalität ausgelöst
hat, „vergessen“ ist, so stellt das Auftreten eines einmütig als schuldig
empfundenen Individuums eine einheitsstiftende Polarisierung der Gewalt dar:
Die Tötung oder Ausstoßung des „Schuldigen“ reinigt die Gruppe von der
Gewaltseuche, weil diese letzte – gemeinsam vollbrachte – Gewaltanwendung
keinen mimetischen Vorgang (Rache) mit sich bringt. Da auch das Objekt, das die
Krise ausgelöst hat, vergessen ist, ist die Reinigung durch diese Opferung
vollständig. (nach wikipedia)
Marcel Mauss
Im Mittelpunkt seiner
Erforschung der Gabe steht die Frage, warum man Gaben erwidern muss. Die
Antwort liegt darin begründet, dass sich in der Gabe Person und Sachen mischen,
man beim Geben einen Teil von sich gibt und im Nehmen der Gabe insofern eine
Fremderfahrung des Anderen macht. Mauss untersucht diese Vermischung von Person
und Sache nicht nur in fremden Kulturen, sondern auch in unterschiedlichen
europäischen Rechtssystemen (bei den Römern oder Germanen), um schließlich von
den fremden und alten Kulturen auf die gegenwärtigen Gesellschaften
überzuleiten und dort die moralischen Folgerungen aus den Praktiken der Gabe
auszuloten.
Der Essai sur le don war
die erste grundlegende vergleichende ethnographische Arbeit über die Gabe. Als
systematische und vergleichende Studie analysiert sie das System des
Geschenkaustauschs und deutet seine Funktion im Bezugsrahmen der
gesellschaftlichen Ordnung. Mauss stellt das moralische,
psycho-ökonomische Prinzip der Gabe in seinem Zwangscharakter und seiner
Schuldverursachung heraus und bringt die Gabe mit dem zweideutigen
englischen gift zusammen. Damit kann er die Prinzipien von
Arbeit, Dienstleistung, Sozialstaat und Wohlfahrt analysieren. Mauss
prägte hierfür den Begriff der „Schenkökonomie“. (nach wikipedia)
Wer sich selber hasst, den haben wir zu fürchten, denn wir werden
die Opfer seines Grolls und seiner Rache sein. Sehen wir also zu, wie wir ihn
zur Liebe zu sich selbst verführen! (Friedrich Nietzsche)
Man ist Man seines Fachs um den Preis, auch das Opfer seines Fachs
zu sein. (Friedrich Nietzsche)
Der Staat zeigt sich nur selten dazu fähig, den Einzelnen für das
Opfer zu entschädigen, das er von ihm gefordert hat. (Sigmund Freud)
Die Demut ist der Altar, auf dem Gott will, dass man ihm Opfer
bringe. (Francois de la Rochefoucauld)
Viel Gutes kann der Mensch vollbringen, ohne sich ein Opfer
zumuten zu müssen. (Albert Schweitzer)
Große Opfer sind Kleinigkeiten, die kleinen sind es, die schwer
sind. (Heinrich von Kleist)
Vergiss nicht, dass es besser ist, Opfer zu sein als Henker.
(Anton P. Tschechow) Das
Opfer kostet jene nichts, die keine Leidenschaften kennen.
(Romain Rolland)
Durch das Opfer bestätigt die Revolution den Aberglauben. (Charles
Baudelaire)