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Café DenkMal! Philosophisches Café am 6. August 2021

Thema: Ergriffenheit

Erleuchtung, in der griechischen und christlichen Mystik die Erweiterung des Bewusstseins durch das Einströmen übernatürlicher Kräfte, die Erkenntnis des Übersinnlichen: der Höhepunkt der Mysterienfeier oder der ihr entsprechenden Wandlung der Seele; allgemein das plötzliche Erkennen eines verborgenen oder unbekannten Sinnzusammenhangs. (Nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)

Erleuchtung wird jede sittlich-religiös heilbringende Erkenntnis genannt, insofern sie im Glaubensurteil als Heilsakt, der ohne Gnade nicht möglich ist, anerkannt wird oder in dieser Gnadenhaftigkeit durch ihre Plötzlichkeit, Unerwartetheit, Tiefe oder durch andere Qualitäten mit vielfach gestuftem Recht als gottgewirkt empfunden wird. (LThK)

Mystische Erfahrungen können als Einheits-oder ozeanisches Bewusstsein beschrieben werden, bei denen folgende Erlebnisse auftreten: allumfassende Stille und Friedfertigkeit, alles durchdringendes, gleißendes Licht, vibrierende, einheitliche, psychophysische Energie, tiefe Verbundenheit / Intimität mit allen Phänomenen und Bewusstseinsformen, allgegenwärtig hellwache und tiefe Präsenz, Erfahrung einer grenzenlosen, unveränderlichen, unbedingten Kraft. (nach Renaud van Quekelberghe, in: Hofmann, Heise, Spiritualität und spirituelle Krisen)


Ergreifen steht für Stimuli mit extremem affektiven Gehalt, für solche, die sozusagen ein Gefühl von den letzten Dingen vermitteln: von Fragen der Zugehörigkeit, von schicksalhaften historischen Momenten, vom Ganzen eines Lebensentwurfs,  von  der  Grenze  von  Leben  und  Tod.  (aus Johannes Windrich, Ergriffenheit, Staunen als Zäsur)  

Diese Augenblicke waren das reine, das positive Glück. Alle Zweifel, alle Ängste, alle Hemmungen, alle Spannungen, alle Schwächen wurden zurückgelassen. Sogar das Bewusstsein ihrer selbst verlor sich. (Abraham H. Maslow)

Gipfelerlebnisse haben tendenziell eher freundliche Leute, und je besser die Umweltbedingungen für jemanden, um so eher kommt es zu Gipfelerlebnissen. (Abraham H. Maslow)

Gipfelerlebnisse erwiesen sich für manche Menschen als sehr therapeutisch; und bei anderen hat sich der ganze Blick aufs Leben nach einem großen Augenblick der Einsicht, Inspiration oder Bekehrung für immer verändert. (Abraham H. Maslow)

In der Begegnung – als Vorgang des Zusammentreffens selbst – fallen die Modi Von-etwas-getroffen-sein und Auf-etwas-stoßen in eins. Dieses Zusammentreffen ist wiederum ein Moment, in dem das Unbestimmte eine – zumindest vorläufige – Gestalt annimmt. (K.T. Drechsler, Zartheit der Dinge)

Literatur:
Doubrawa, E. (Hg.), 2021. Verbunden trotz Abstand. Von Gipfelerlebnissen und mystischen Erfahrungen. Beiträge von Abraham H. Maslow und David Steindl-Rast. Kassel: gikPRESS.  



Café DenkMal! Philosophisches Café am 2. Juli 2021
Thema: Orte des Miteinanderredens und Orte des Schweigens

Ort (topos, locus), der Raum, den ein Ding einnimmt, und zweitens der Titel oder Inbegriff, unter den mehrere Erkenntnisse gehören. (nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch philosophischer Begriffe)

Schweigen. Ein heiliges Schweigen findet sich in vielen Religionen. Laut Überzeugung der alttestamentlichen Propheten gebührt im Angesichts Gottes dem Geschöpf das Schweigen. Das alte Mönchtum hat die entscheidende Bedeutung des Schweigens als Mittel der Abtötung und inneren Sammlung erkannt. Bei aller Wertschätzung des äußeren Schweigens betont die Benediktregel jedoch die innere Schweigsamkeit. In mystischen Überlegungen gilt das Schweigen als das wahre Beten oder der echte Gottesdienst. (nach LThK)

Stimmung bezeichnet in der Psychologie im Unterschied zu den plötzlichen Erschütterungen ein Lebensgefühl. Die Stimmungen lassen sich unterscheiden nach ihrer Art (Heiterkeit, Lustigkeit, Traurigkeit usw.), ihrem Grad und ihrem Verlauf (Labilität, Periodizität usw.). Von der psychologischen Stimmung unterscheidet Martin Heidegger (Sein und Zeit, 1927, S. 134) die ontologische Befindlichkeit: „Daß Stimmungen verdorben werden und umschlagen können, sagt nur, daß das Dasein je schon immer gestimmt ist …Die Stimmung macht offenbar, wie einem ist und wird. In diesem >wie einem ist<. bringt das Gestimmtsein das Sein in sein Da.“ (nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)

„Die Kultur hat ihren Ursprung in der Gemeinschaft. Sie vermittelt symbolische Werte, die eine Gemeinschaft stiften.“ (Bhung-Chul Han, Undinge)

„Diese Hyperkommunikation [Smartphone etc.] ist aber nicht erfüllend. Sie vertieft nur die Einsamkeit, denn ihr fehlt die Präsenz des Anderen.“ (Bhung-Chul Han, Undinge)

„Ohne jedes Gegenüber, ohne jedes Du kreisen wir nur noch um uns selbst. Depression bedeutet nichts anderes als krankhaft gesteigerte Weltarmut.“ (Bhung-Chul Han, Undinge)

„Die digitale Kommunikation zerstört sowohl die Nähe als auch die Ferne, indem sie alles abstandslos macht. Die Beziehung zum Anderen setzt eine Distanz voraus. Die Distanz sorgt dafür, dass das Du nicht zum Es herabsinkt. Im Zeitalter der Abstandslosigkeit weicht die Beziehung dem distanzlosen Kontakt.“ (Bhung-Chul Han, Undinge)

„Die Stille schärft die Aufmerksamkeit für die höhere Ordnung, die aber keine Herrschafts- und Machtordnung sein muss. … Die wirkliche Stille ist ohne Zwang. Sie ist nicht unterdrückend, sondern erhöhend. Sie raubt nicht, sondern schenkt.“ (Bhung-Chul Han, Undinge)

„Der atmosphärische Charakter der Stille unterscheidet sich von anderen Atmosphären durch eigene Mächtigkeit. So ist der Atmosphäre der Stille eine spezifische Weite des Raumes eigen, die sich deutlich unterscheidet von der leiblichen spürbaren Vitalqualität der Atmosphäre urbaner Lebendigkeit oder der Fröhlichkeit auf einem innerstädtischen Festplatz.“ (Jürgen Hasse, Die Aura des Einfachen)  


Café DenkMal! Philosophisches Café am 4. Juni 2021

Thema: Wie viel Gemeinschaft braucht der Mensch?

Gemeinschaft ist nach F. Tönnies mit einer spezifischen Bedeutung eingeführt zur Kennzeichnung von gewohnheitsmäßiger oder ideell bedingter Gemeinsamkeit, im Unterschied zu Gesellschaft als rationaler, als künstlich bzw. mechanisch angenommener Beziehungsform. (nach Regenbogen, A, Meyer, U., Wörterbuch der philosophischen Begriffe)
„Gemeinschaft, nach dem Sinne des Blutes wie der Sache, wurzelt im schrankenlosen Vertrauen ihrer Glieder. Von demselben durchdrungen, zu wissen, daß man dazugehört kraft Geburt, Einweihung, Überzeugung, Wahlverwandtschaft, bedeutet Geborgenheit im Gemeinschaftskreis den Verzicht auf Behauptung des eigenen Selbst.“ (Helmuth Plessner)

„Der Mensch aber, welcher in der Herausarbeitung individuell-seelischen Seins den Quell zu großen Werten spürt, muß das Schicksal der Individualisierung auf sich nehmen.“ (Helmuth Plessner)  

Man spricht so viel davon, dass der Mensch ein geselliges Tier sei; im Grunde ist er ein Raubtier, worüber man sich nicht bloß durch die Betrachtung seines Gebisses vergewissern kann. Das ganze Geschwätz von Geselligkeit und Gemeinschaft ist deshalb teils eine vererbte Heuchelei, teils eine ausgesuchte Hinterlist. (Sören Kierkegaard)

Wir sind zur Gemeinschaft geboren. Unsere gesellige Zusammengehörigkeit hat große Ähnlichkeit mit einem Steingewölbe, das einstürzen würde, wenn die Steine nicht durch ihre gegenseitige Lage dies verhinderten und eben dadurch den Bau haltbar machen. (Lucius Annaeus Seneca)

Die Ersetzung der Macht des Einzelnen durch die der Gemeinschaft ist der entscheidende kulturelle Schritt. (Sigmund Freud)

Gemeinschaft sucht, wer Einsamkeit nicht vertragen kann. (Blaise Pascal)

Das „Minderwertigkeitsgefühl“ bedarf der „Kompensation“ durch Hinwendung zur Gemeinschaft. (Alfred Adler)

Der Staat ist eine Gemeinschaft gleichberechtigter Bürger zum Zweck der Ermöglichung der besten Lebensführung. (Aristoteles)

Es ist nutzlos, über das Interesse der Gemeinschaft zu sprechen, ohne zu verstehen, was das Interesse des Einzelnen ist. (Jeremy Bentham)

Gemeinschaft, Pluralismus ist unser innerstes Wesen, und vielleicht hat jeder Mensch einen eigentümlichen Anteil an dem, was ich denke und tue, und so ich an den Gedanken anderer Menschen. (Novalis)

Wer aber nicht in Gemeinschaft leben kann, oder ihrer, weil er sich selbst genug ist, gar nicht bedarf, ist kein Glied des Staates und demnach entweder ein Tier oder ein Gott. (Aristoteles)





Café DenkMal Philosophisches Café am 07. Mai 2021

Thema: Die Last ethischer Entscheidungen

Zum Beispiel: Triage.

Triage von französisch triage ‚Auswahl, Sortieren, Sichten‘ zum Verb trier ‚sortieren, aussuchen, auslesen‘), deutsche Bezeichnung auch Sichtung oder Einteilung, ist ein nicht gesetzlich kodifiziertes oder methodisch spezifiziertes Verfahren zur Priorisierung medizinischer Hilfeleistung bei unzureichenden Ressourcen, zum Beispiel aufgrund einer unerwartet hohen Anzahl an Patienten. Triage ist ein aus der Militärmedizin herrührender Begriff für die – ethisch schwierige – Aufgabe, etwa bei einem Massenanfall von Verletzten oder anderweitig Erkrankten darüber zu entscheiden, wie die knappen personellen und materiellen Ressourcen aufzuteilen sind. Es handelt sich dabei um ein Stratifikationsverfahren vor der vollständigen Diagnose. Theoretische Modelle, die die Verteilung knapper Ressourcen thematisieren, werden auch unter dem Begriff der Allokation gefasst. (nach wikipedia) 


Zum Beispiel: Das Trolley-Problem

Das Trolley-Problem (trolley ‚Straßenbahn‘) ist ein moralphilosophisches Gedankenexperiment, das in neuerer Zeit von Philippa Foot beschrieben wurde.


Fassung von Foot (1967) Eine Straßenbahn ist außer Kontrolle geraten und droht, fünf Personen zu überrollen. Durch Umstellen einer Weiche kann die Straßenbahn auf ein anderes Gleis umgeleitet werden. Unglücklicherweise befindet sich dort eine weitere Person. Darf (durch Umlegen der Weiche) der Tod einer Person in Kauf genommen werden, um das Leben von fünf Personen zu retten?  



Bewertung mittels ethischer Intuition Intuitiv halten die meisten Menschen die Umstellung der Weiche für richtig, was für Anhänger des Intuitionismus ein Anzeichen dafür ist, dass diese Entscheidung tatsächlich richtig ist. Erklärungsbedürftig ist dann aber der ethisch relevante Unterschied zu anderen Fällen, bei denen intuitiv die Rettung von fünf Menschen auf Kosten von einem Menschenleben unzulässig erscheint. Diese Erklärungslücke bezeichnet Judith Jarvis Thomson als Trolley-Problem und stellt dem Weichenstellerfall dazu folgende Gedankenexperimente gegenüber:

Organentnahme-Fall Ein exzellenter Chirurg hat fünf Patienten, die alle unterschiedlicher Organe bedürfen, um am Leben zu bleiben. Unglücklicherweise stehen dafür keine Spenderorgane zur Verfügung. Da meldet sich ein gesunder junger Durchreisender zu einer Routineuntersuchung. Der Arzt stellt fest, dass dessen Organe zu seinen fünf todkranken Patienten passen. Nehmen wir an, dass niemand den Arzt verdächtigen würde, wenn der Reisende verschwände. Könnte es ethisch vertretbar sein, den jungen Menschen zu töten, um dessen Organe an die fünf todkranken Patienten zu verteilen und so ihr Leben zu retten?

Fall der Verurteilung eines Unschuldigen Ein Richter hat einen Angeklagten vor sich, dem ein Verbrechen zur Last gelegt wird, das erhebliche Empörung in der Öffentlichkeit ausgelöst hat. Im Verlauf des Prozesses wird klar, dass der Angeklagte unschuldig ist. Die überwältigende Mehrheit der Öffentlichkeit hält ihn jedoch für schuldig. Folglich ist zu erwarten, dass es bei einem Freispruch zu Unruhen käme, in deren Verlauf mehrere Menschen (unschuldig) ums Leben kommen und viele verletzt werden.  

Die Variante Fetter Mann  Eine Straßenbahn ist außer Kontrolle geraten und droht fünf Personen zu überrollen. Durch Herabstoßen eines unbeteiligten fetten Mannes von einer Brücke vor die Straßenbahn kann diese zum Stehen gebracht werden.  

Bewertung anhand allgemeiner ethischer Theorien Ein Vertreter einer utilitaristischen Position würde durch Umstellen der Weiche die fünf Leben auf Kosten des einen retten, da in der Summe weniger schlechte Konsequenzen auftreten. Innerhalb der Pflichtethik veranschaulicht das Trolley-Problem die Differenz zwischen positiven und negativen Pflichten. Die Weiche umzustellen würde der positiven Pflicht, andere zu retten, entsprechen, jedoch die negative Pflicht verletzen, niemanden umzubringen. In beiden Optionen des klassischen Trolley-Problems verursacht der Weichensteller den Tod von Menschen: Durch Unterlassen, wenn er nichts tut, durch aktives Tun, wenn er die Weiche umlegt. Im deutschen Strafrecht hat die Unterscheidung zwischen Tun und Unterlassen erhebliche Folgen. (nach wikipedia)




Café DenkMal Philosophisches Café am 02. April 2021
Thema: Begriffe und Begriffsklärung

Wir treffen uns virtuell um 16:00 Uhr: meet.jit.si/CaféDenkMal
Der Begriff bedarf zwar der sprachlichen Formulierung, ist aber streng genommen davon zu unterscheiden, wenn auch nicht davon zu trennen. Dass der Begriff nicht auf den Begriffsausdruck reduziert werden kann, zeigen die Übersetzung von Fachtermini und die Definition: Der zu definierende Terminus und die Definition besagen dasselbe, sind also ein und derselbe Begriff, werden aber mit verschiedenen Wörtern ausgedrückt.

Im weiteren Sinne wird der sprachliche Ausdruck mitsamt seiner Bedeutung als Begriff bezeichnet. Man unterscheidet zwischen der Bedeutung und der Referenz eines Begriffs. Die Bedeutung oder der Inhalt eines Begriffs besteht in dem, was die Definition eines Begriffs besagt, also in dem, was gewusst wird, wenn ein Begriff verstanden wird. Dagegen nennt man das oder die konkreten Objekte, die unter einen Begriff fallen, auf die ein Begriff in der Wirklichkeit angewandt wird, die Referenz oder den Umfang des Begriffs. (nach Brugger, Schöndorf, Philosophisches Wörterbuch)

Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. (Immanuel Kant)

Die Idee geht vor dem Begriffe vorher, muss aber auf Begriffe gebracht werden. (Immanuel Kant)

Also ist die Erkenntnis eines jeden, wenigstens des menschlichen, Verstandes, eine Erkenntnis durch Begriffe, nicht intuitiv, sondern diskursiv. (Immanuel Kant)

Wie viele Dispute hätten zu einer Randbemerkung zusammengefasst werden können, wenn die Disputanten gewagt hätten, ihre Begriffe klar zu definieren. (Aristoteles)

Worte sind Tonzeichen für Begriffe: Begriffe aber sind mehr oder weniger sichere Gruppen wiederkehrender zusammen kommender Empfindungen. (Friedrich Nietzsche)

Der Beginn der Weisheit ist die Definition der Begriffe. (Sokrates) Die Klarheit und Deutlichkeit unserer Begriffe ist das Merkmal ihrer Wahrheit. (René Descartes)
Das Erwachen ist jenseits aller Begriffe. Daher kann das Nirwana nicht gelehrt werden. (Dalai Lama)

Die Begriffe der Menschen von den Dingen sind meistens nur ihre Urteile über die Dinge. (Friedrich Hebbel)

Zum Leitstern seiner Bestrebungen soll man nicht Bilder der Fantasie nehmen, sondern deutlich gedachte Begriffe. (Arthur Schopenhauer)      



Thema: Die Wirkung der Wörter

Wirkung ist das als Vorgang oder Ergebnis gedachte Endglied des Kausalzusammenhangs. (nach Regenbogen / Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)

Wort bedeutet in den germanischen Sprachen das Gesagte. Grammatisch ist es kleinster selbständiger Teil der gesprochenen oder geschriebenen Sprache. Mehrzahl in dieser Bedeutung: Wörter. Semantisch ist Wort ein zusammenhängender Ausdruck von Gedanken, Vorsätzen, Gefühlen, hier lautet dann der Plural: Worte. (nach Regenbogen / Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)  

Es gibt Wörter, welche Taten sind. (Jean Paul)

Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen. (Mark Twain)

Manche deutschen Wörter sind so lang, dass sie perspektivisch wirken. Es sind keine Wörter, es sind alphabetische Prozessionen. (Mark Twain)

Wie oft rufen falsch gebrauchte Wörter irreführende Gedanken hervor. (Herbert Spencer)

Wer die Macht der Wörter nicht kennt, kann auch die Menschen nicht kennen. (Konfuzius)

Die kürzesten Wörter, nämlich „ja“ und „nein“, erfordern das meiste Nachdenken. (Pythagoras)

Wörter sind nicht bloß Zeichen, sondern gleichsam die Hüllen, in welchen wir die Gedanken sehen. (Johann Gottfried Herder)

Wie viele Trugschlüsse… gegen auf Kosten der Wörter und ihrer unischeren oder missverstandenen Bedeutung. (John Locke)  



Café DenkMal Philosophisches Café am 05. Februar 2021
Thema: Solidarität mit der Natur

Natur, von nasci geboren werden, entstehen. Das Geborene, Entstandene und immer wieder neu Gebärende, Hervorbringende; alles, was ohne fremdes Zutun und sich nach den ihm innewohnenden Kräften und Gesetzen entwickelt. Daher ist  gemeint, einmal das Gewordene an einem betrachteten Gegenstand, zweitens das innere Wesen, im Gegensatz zum Künstlichen, drittens die Gesamtheit aller Lebewesen, viertens der Inbegriff aller von selbst, ohne unser Zutun entstehenden, nur den Naturgesetzen unterworfenen Wirklichkeit. Für Kant ist Natur „das Dasein der Dinge, sofern es nach allgemeinen Gesetzen bestimmt ist.“ (nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)  

Im Mittelalter herrschte die Solidarität der Interessen in den Formen der Unfreiheit, in der Gegenwart herrscht die Freiheit ohne alle Solidarität, die Zukunft wird die Solidarität in den Formen der Freiheit bringen. (Ferdinand Lassalle)

Der Mensch ist eine Natur in der Natur. (Hugo Kükelhaus)

Kunst ist konzentrierte Natur. (Honoré de Balzac) Die Natur hasst die Vernunft. ( Oscar Wilde)

Bildende Kunst meistert die Natur. (William Shakespeare)

Seitdem die Natur Umwelt heißt, geht es zu Lasten der Natur. (Klaus Ender)

Blumen sind Liebesgedanken der Natur. (Bettina von Arnim)  




























 




 
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