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Café DenkMal Philosophisches Café am 07. Juni 2024
Thema: Mut und Schuldfähigkeit  

Schuld: von althochdeutsch sculda, etwas, was man soll. Eine Verpflichtung, eine Schuldigkeit. Schuld haben heißt im ursprünglichen Sinne: Urheber von unerwünschten Folgen sein. Im heutigen juristischen Sinn wird jedoch Schuld, das Verschulden, von der bloßen Urheberschaft streng geschieden: Schuld hat nur derjenige an seiner Tat, dem sie auch nach seinem inneren Verhalten zum Vorwurf gereicht. Dies ist der Fall, wenn er entweder mit Vorsatz oder fahrlässig, d. h. ohne die nötige und ihm zumutbare Sorgfalt, gehandelt hat. Das Urteil, das dies zuspricht, ist die Zurechnung zur Schuld; es setzt voraus, dass der Täter im Augenblick der Tat zurechnungsfähig war, dass er die nötige Einsicht und Reife besaß, um das Unrechte seiner Handlung zu erkennen und seinen Willen danach zu bestimmen. Nur die natürliche Person kann, da sie ihren Willen ihrer Einsicht gemäß bestimmen kann, Schuld haben. (nach Meyer, Regenbogen, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)

Mut: nach dem althochdeutschen muot = Kraft des Denkens und Empfindens. Man unterscheidet den körperlichen Mut, der auf Körperkraft und Übung beruht, und den moralischen Mut, der aus der klaren Einsicht in das Notwendige und aus dem Verantwortungsbewusstsein, verbunden mit Willen- und Charakterstärke, entsteht und dazu befähigt, das für wahr und gut Erkannte gegen Widerstände und Einschüchterungen zu bekennen und durchzusetzen. (nach Meyer, Regenbogen, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)  


Zorn ist die Voraussetzung für den Mut. (Thomas von Aquin)

Jeder muss den Mut der Überzeugung haben. (Alexander von Humboldt)

Mut ist die Tugend, die für Gerechtigkeit eintritt. (Cicero)

Das Leben wagt der Mut, nicht das Gewissen. (Friedrich Schiller)

Furcht ist egoistischer als der Mut, denn sie ist bedürftiger. (Jean Paul)

Einen Menschen heilen heißt, ihm den verlorenen Mut wiederzugeben. (Phil Bosmans)

Alle Ängstlichkeit kommt vom Teufel. Der Mut und die Freudigkeit ist von Gott. (Novalis)

Man kann nicht Charakter und Mut schmieden, indem man Initiative und Unabhängigkeit lähmt. (Abraham Lincoln)

Herzhaftigkeit ist aber bloß Temperamentseigenschaft. Der Mut dagegen beruht auf Grundsätzen und ist eine Tugend. (Immanuel Kant)

Der Mut zu einem Fehltritt wird in gewissem Sinne gebunden und kompensiert durch den Mut, ihn zuzugeben: Wer sich an die Verpflichtung hielte, alles zu sagen, der fühlte auch die Verpflichtung, nichts zu tun, was man verschweigen muss. (Michel de Montaigne)

Zu sehen, was recht ist, und es gegen seine Einsicht nicht tun, ist Mangel an Mut. (Konfuzius)

Die großen Epochen unsres Lebens liegen dort, wo wir den Mut gewinnen, unser Böses als unser Bestes umzutaufen. (Friedrich Nietzsche)

Neue Schuld wird durchs Verzeihen genährt. (William Shakespeare)

Viel Nachsicht wird die Mutter neuer Schuld. (William Shakespeare)



Café DenkMal Philosophisches Café am 03. Mai 2024
Thema: Durch Enttäuschung, Schmerz und Angst aus dem Selbstverfangensein zur Identität

Identität, zu lateinisch idem = derselbe. Den Grundsatz, dass jedes Individuum mit sich selbst identisch ist, bezeichnet man als principium identitatis. Im strengen Sinn die Gleichheit von Erscheinungen oder wenigstens das ihnen Gemeinsame. Es muss stets klar sein, was mit was identisch ist. Im Identitätslerleben wird die Gleichheit von Gegenständen und Bewusstseinsinhalten im Zeitverlauf konstatiert oder das Selbst des Subjekts in Kontinuität erfasst (sonst krankhafter Zerfall der Identität). (nach Arnold, Eysenck, Meili, Lexikon der Psychologie)

Angst wird als das Gefühl der Enge, des Bedrohtseins verstanden, wobei jedoch weniger das Wovor, das Objekt, das die Gefahr in sich birgt, gemeint ist, wie bei der Furcht. Das Subjekt ist bei der Angst in seinem wesentlichen Sein selbst gefährdet. Sören Kierkegaard will die Angst als die Möglichkeit der Freiheit vom Menschen selbst produziert wissen. Martin Heidegger hat die Angst als Grundbefindlichkeit der menschlichen Existenz verstanden. Wovor die Angst sich ängstet, ist das In-der-Welt-Sein selbst. Heidegger fordert daher den Mut zur Angst. (nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)


Schmerz bedeutet im ursprünglichen leiblichen Sinn die durch die Erregung sensibler Nerven hervorgerufene Empfindung, die sich von den Sinnesempfindungen dadurch unterscheidet, dass sie nur auf den eigenen Körper bezogen wird und zumeist an bestimmte Körperstellen gebunden ist. (nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)


Selbst bezieht sich auf eine Person, die sich theoretisch oder praktisch zum Gegenstand macht oder auch auf die Selbstbeziehung des selbstreflektierenden Menschen. (nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)  


Man flieht nicht, weil man Angst hat, sondern hat Angst, weil man flieht. (WilliamJames)

Hab keine Angst, dass das Leben einmal zu Ende geht. Hab eher Angst, dass es nie richtig anfängt. (John Henry Newman)

Angst ist der Schwindel der Freiheit. (Sören Kierkegaard)

 Je weniger Geist, desto weniger Angst. (Sören Kierkegaard)

Wer vor nichts Angst hat, wird durch die Gefahr überrascht. (Konfuzius)

Und schließlich erfahren auch nur die keine Enttäuschung, die überhaupt passiv sind. (Honoré de Balzac)

Der Schmerz ist Leben. (Friedrich von Schiller)

Schönheit bleibt, der Schmerz geht vorüber. (Auguste Renoir)

Wer sich entschließen kann, besiegt den Schmerz. (Johann Wolfgang von Goethe)

Schmerz ist unsere einzige Verbindung zur Realität. (Joseph Conrad)

Die Freude verallgemeinert, der Schmerz individualisiert den Menschen. (Friedrich Hebbel)



Café DenkMal Philosophisches Café am 05. April 2024
Thema: Die Lust an der Identität und der eigenen Geschichte  

Identität, zu lateinisch idem = derselbe. Den Grundsatz, dass jedes Individuum mit sich selbst identisch ist, bezeichnet man als principium identitatis. Im strengen Sinn die Gleichheit von Erscheinungen oder wenigstens das ihnen Gemeinsame. Es muss stets klar sein, was mit was identisch ist. Im Identitätslerleben wird die Gleichheit von Gegenständen und Bewusstseinsinhalten im Zeitverlauf konstatiert oder das Selbst des Subjekts in Kontinuität erfasst (sonst krankhafter Zerfall der Identität). (nach Arnold, Eysenck, Meili, Lexikon der Psychologie)

Geschichte, mittelhochdeutsch geschiht, Ereignis, Zufall, Folge der Ereignisse, von mittelhochdeutsch schehen, schnell daherfahren, rennen. 1. Das, was geschehen ist und geschieht, auch das, was einem geschieht, widerfährt und begegnet ist, und was man anderen widerfahren lässt. 2. Erzähltes Ereignis. Zu Beginn der Neuzeit wachsen Geschichten als Geschehen, Begegnen und Tun und Geschichte als Wissen, Erzählungen vom Geschehenden, Begegnenden und Getanen. (nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)

Wollten wir auch nicht, wir empfänden dennoch unsere Zusammengehörigkeit mit der gesamten Menschenwelt: es verbinden uns Industrie, Handel, Kunst, Wissenschaft, und vor allem die Identität unserer Lage, unseres Verhältnisses zur Welt. (Leo Tolstoi)

Nichts ist schwerer zu bezeichnen, als die Merkmale, die uns von der Identität einer Person überzeugen. Jedermann kennt seinen Nachbar, und doch könnte man in den wenigsten Fällen den Grund anführen, warum man in dem Manne seinen Nachbar erkennt. (Edgar Allen Poe)

Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. (Karl Marx) Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte. (Karl Marx)

Die Geschichte eines Menschen ist sein Charakter. (Johann Wolfgang von Goethe)

Was der Mensch sei, sagt ihm die Geschichte. (Wilhelm Dilthey)

Erst die innere Geschichte ist die wahre Geschichte, aber diese kämpft mit dem, was das Lebensprinzip der Geschichte ist – mit der Zeit; und kämpft man mit der Zeit, dann hat gerade das Zeitliche und jeder kleine Moment seine große Realität. (Sören Kierkegaard)

Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. (Napoleon Bonaparte)

Geschichte darf man weder beweinen noch belachen – Geschichte muss man verstehen. (Baruch Spinoza)

Geschichte ist die Essenz unzähliger Biografien. (Thomas Carlyle)

 Unsere Sprache ist auch unsere Geschichte. (Jacob Grimm)




Café DenkMal! Philosophisches Café am 1. März 2024
Thema: Sich selbst ertragen als Mensch 

Wie reich muss einer innerlich sein, um es ertragen zu können, ein armer Mensch zu sein! (Paul Richard Luck)

Um die Leere in seinem Dasein ertragen zu können, braucht der Mensch hin und wieder Untergangsszenarien und Katastrophenängste. (Franz Friedrich Kovacs)

Menschen, die nach Größe streben, sind gewöhnlich böse Menschen: es ist ihre einzige Art, sich zu ertragen. (Friedrich Nietzsche)

Für einen starken Menschen ist es oft sehr schwer, seine eigene Stärke zu ertragen. (Fjodor Michailowitsch Dostojeswki)

Selig der Mensch, der seinen Nächsten erträgt in seiner Schwäche, in allem, wo er selbst möchte ertragen werden, so er in ähnlichem Fall wäre. (Franz von Assisi)

Gerade die Menschen, die andre durch Verwöhnung zu Egoisten erzogen, wollen die Folgen ihres Tuns am wenigsten ertragen und sind oft ihrer Opfer schärfste Richter. (Helene Gräfin von Waldersee)

Was nun andererseits die Menschen gesellig macht, ist ihre Unfähigkeit, die Einsamkeit, und in dieser sich selbst, zu ertragen. Innere Leere und Überdruss sind es, von denen sie sowohl in die Gesellschaft, wie in die Fremde und auf Reisen getrieben werden. (Arthur Schopenhauer)

Es ist wirklich unglaublich, wie nichtssagend und bedeutungsleer, von außen gesehn, und wie dumpf und besinnungslos von innen empfunden, das Leben der allermeisten Menschen dahinfließt. Es ist ein mattes Sehnen und Quälen, ein träumerisches Taumeln durch die vier Lebensalter hindurch zum Tode, unter Begleitung einer Reihe trivialer Gedanken. (Arthur Schopenhauer)

Dass uns der Anblick der Tiere so sehr ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes Wesen so sehr vereinfacht vor uns zu sehen. (Arthur Schopenhauer)

Der Jammer des Lebens geht schon genugsam aus der einfachen Betrachtung hervor, dass das Leben der allermeisten Menschen nichts ist als ein beständiger Kampf um diese Existenz selbst, mit der Gewissheit ihn zuletzt zu verlieren. (Arthur Schopenhauer)

Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich, an einem kalten Wintertage, recht nahe zusammen, um durch die gegenseitige Wärme, sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln; welches sie dann wieder voneinander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher brachte, wiederholte sich jenes zweite Übel; so dass sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten. – So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehn kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance! (Wahren Sie den Abstand!) – Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden.- Wer jedoch viel eigene, innere Wärme hat, bleibt lieber aus der Gesellschaft weg, um keine Beschwerde zu geben, noch zu empfangen. (Arthur Schopenhauer)


Café DenkMal! Philosophisches Café am 2. Februar 2024 Thema: Epoché und Hermeneutik (Gefühl und Sachlichkeit)  

epoché, vom griechischen Anhalten, Ansichhalten. In der ursprünglichen Bedeutung im Gegensatz zum Dogma das Zurückhalten des Urteils. Es war die Hauptforderung und das Kernstück bei den Skeptikern. Die epoché kann zum Verzicht auf Wissenschaft überhaupt führen, aber auch als Übung des Geistes aufgefasst werden. Heute ist es die Bezeichnung für die skeptizistische These, dass aus der Einsicht in die prinzipielle Unsicherheit menschlichen Wissens auf jeglichen Wahrheitsanspruch verzichtet werden müsse. Bei Edmund Husserl bedeutet epoché ein Verfahren  zur Deskription von Merkmalen von Gegenständen, bei der von der Seinsvermeinung oder auch Seinssetzung, das heißt der Unterstellung, dass jeweils dieser Gegenstand existiert, abgesehen wird, um von sämtlichen Vormeinungen abstrahieren zu können und ihn dadurch in seiner Idealität aus der Anschauungsgewissheit eidetisch beschreiben zu können. Der Begriff epoché entspricht dem der phänomenologischen Reduktion. Er muss jedoch noch von der eidetischen Reduktion in der idealen Anschauung und von der transzendentalen Reduktion unterschieden werden, durch welche sich nur jeweils ein Einzel-Ich zum uninteressierten Zuschauer seines reinen Bewusstseinslebens setzen kann. (nach Regenbogen, Meyer, Wörterbuch der philosophischen Begriffe)  

Hermeneutik ist die Lehre vom Auslegen und Verstehen. Sie tritt in zwei Formen auf: als Sammlung von Anweisungen zur richtigen Auslegung und Interpretation von Texten – und als philosophische Grundlagenreflexion auf Strukturen und Bedingungen des Verstehens überhaupt. Im 17. / 18. Jahrhundert bilden sich auf theologischem und juristischen Gebiet Regeln für die Auslegung autoritativer Texte heraus, Schleiermacher erweitert diese Hermeneutik zur Kunstlehre des Verstehens. Der Text soll aus der Einfühlung in den Autor sowie komparativ, also vergleichend zu grammatischen und historischem Verstehen aus dem Ganzen seines Lebens- und Sinnzusammenhangs verstanden werden. Die Wissenschaftstheorie stellt es den der kausal erklärenden Methode in den Naturwissenschaften entgegen. Dilthey fordert, jeden Einzelinhalt aus dem Ganzen des Lebens, das sich ihm objektivierte, im nachfühlenden oder erlebenden Mitvollziehen zu verstehen. Nach Heidegger ist Verstehen die Seinsweise des Menschen, nämlich entwerfende Selbstauslegung und Eröffnung des Horizonts der Welt. Im Anschluss an Heidegger betont Gadamer die Allgemeinheit des hermeneutischen Problems, dem sich auch die methodisch exakten Wissenschaften nicht entziehen können, und die geschichtliche Perspektive des Verstehens, in dem der jeweilige eigene, von der Überlieferungsgeschichte getragene Verständnishorizont mit dem Horizont des begegnenden geschichtlichen Einzelinhalts verschmilzt. Im Verstehen wird etwas als etwas erkannt, dies bedeutet in seinem Bezugsganzen. Damit bewegt sich das Verstehen in einem Zirkel. Der Horizont des Gegenstands ist dem Verstehen durch ein Vorverständnis erschlossen, das jedoch stets, wenn auch in verschiedenem Grad, eingeschränkt bleibt. Wie ein echtes Gespräch sachgebunden ist, so lebt auch das Verstehen aus der Offenbarkeit von Sein als Wahrheit und transzendiert daher die Differenz von direkt Gewusstem und letztlich Gemeintem seine geschichtliche Bedingtheit, ohne sie je abzustreifen. (nach Brugger / Schöndorf, Philosophisches Wörterbuch)





Café DenkMal! Philosophisches Café am 5. Januar 2024 Thema: Individuelle Wahrheit versus Ethik des Gemeinwesens  

Findet die Wahrheit, denn die Wahrheit macht frei. (Albertus Magnus)

Es gibt eine Menge Wahrheit, aber keine Wahrheit für die Menge. (Ulrich Engelbrecht) 

Nichts hält das Gemeinwesen besser zusammen als die Verlässlichkeit. (Cicero)

Das Gemeinwesen als Quelle des Profits anzusehen, ist nicht nur schändlich, sondern vielmehr verbrecherisch und ruchlos. (Cicero) 

Durch keine Sache aber können diejenigen, die dem Gemeinwesen vorstehen, leichter das Wohlwollen der Menge gewinnen als durch Uneigennützigkeit und Selbstlosigkeit. (Cicero) 

Derjenige, der das Gemeinwesen verwalten will, wird vor allen Dingen darauf sehen müssen, dass ein jeder seinen Besitz behalte und von öffentlicher Seite keine Schmälerung des Privatbesitzes geschehe. (Cicero)

Keine Staatsform ist entstellter als jene, in der man die Reichsten für die Besten hält. (Cicero) 

Arbeite nicht, als wärest du dabei unglücklich, oder um bewundert oder bemitleidet zu werden; wolle vielmehr nur das eine, deine Kraft in Bewegung setzen oder zurückhalten, so wie es das Gemeinwesen erheischt. (Marc Aurel)

Der Unterschied zwischen Gehorsam und Fügsamkeit ist dem jüngeren Geschlecht völlig abhanden gekommen. Gehorsam ziemt dem freien Mann und ist mit Recht von jeden zu fordern, der einem Gemeinwesen angehört. Aber in der Fügsamkeit liegt keine sittliche Stärke, sondern eine Schwäche. (Alfred Wilhelm Dove) 

Im Opferbringen für das Gemeinwesen liegt die erste Pflicht, aber auch die beste Kapitalanlage, die ein Volk und jeder einzelne gute Volksgenosse machen kann. (Adolph H. G. Wagner) 

Haben wir jedoch die Selbstsucht aufgegeben, so bleibt in uns einzig die Liebe zum Gemeinwesen zurück. (Tommaso Campanella)

Gemeinwesen: eine Verwaltungseinheit, die von einer unberechenbar großen Zahl folgerichtig aktiver, jedoch nur zufällig leistungsfähiger politischer Parasiten betrieben wird. (Ambrose. G. Bierce) 

Ethik ist Lebensstil, Gestalt und innere Form des Sichverhaltens. (Oswald Spengler) 

Der tiefe Mensch hat Ethik, weil er sie in sich fühlt, als eigne Forderung an sich selbst. (Oswald Spengler)

Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung für alles, was lebt. (Albert Schweitzer)

Durch das, was wir tun, erfahren wir bloß, was wir sind. (Arthur Schopenhauer)

Ethik ist das Bindeglied zwischen meinem Wunsch nach Glück und dem aller Menschen. (Dalai Lama)